Samstag, 14. Mai 2011

Asiatische Gemüsepfanne mit Tofu

Da gibt es also zur ersten Kritik auch gleich schlechte Nachrichten. Ich habe es mir eigentlich genau umgekehrt vorgestellt, nämlich: Blog startet -> gutes Essen. Nun greift doch wieder die alte Bauernweisheit: Man kann einfach nicht alles haben.

Gespeist wurde gestern in der Mensa des Studierendenwerks. Zum Mittagstisch habe ich mir die Asiatische Gemüsepfanne mit Tofu ausgesucht. Eigentlich verheisst dieser Name nur Gutes. Wer aber schon des Öfteren vegetarisch gespeist hat, weiss, dass die Auswahl der Titel hart an Etikettenschwindel grenzt.
Das Servierte bestand aus einem Teller je zur Hälfte gefüllt mit Reis und der Nudelpfanne. Das erste was auffiel: Die Zutaten der Gemüsepfanne wurden aus einem Suppentopf geschöpft. Das fand ich sehr merkwürdig, denn wenn ich Gemüsepfanne höre gehe ich davon aus, dass das Gericht gebraten und nicht gekocht ist. Letzteres stellte sich dann aber definitiv als Zubereitungsart heraus. Der Reis an sich war weich, verkocht, ungesalzen und schmeckte nach hochdosiertem Garnichts. Die Zutaten der Gemüsepfanne beliefen sich auf grüne Bohnen ohne Schoten, in Streifen geschnittene Karotten, Zuckerschoten, 2,3 Stückchen - nicht mariniertem - Tofu  und etwas, das ich nicht benennen kann, weil es geschmacklos und sein Aussehen zu nichts gepasst hat was ich kenne. Seltsame Auswahl, das einzige was mich dabei irgendwie an Asia erinnert, sind die Zuckerschoten und der Tofu. Der Rest gehört eindeutig eher in die Ecke von Muttis altbewährtem Queer-durch-den-Garten. Das Ganze wurde so lange in einer Soße gekocht, dass selbst die Karotten ein Konsistenz von in von Schaumgummi hatten. Die Soße versuchte verzweifelt mir den Geschmack des großen China zu vermitteln. Aber leider war das ohne die Verwendung chinesischer/asiatischer Gewürze nicht möglich. Äusserst merkwürdig war auch, dass ich nicht einmal einen Hauch von Sojasoße herausschmecken konnte. Zu allem Überfluss war das Ganze auch mehr als fand.
Sehr merkwürdig fand ich auch noch die Auswahl des Nachtisches. Diesmal  ein sog. Reisnudel - bei uns zu Hause hieß das immer Milchreis. Ein Appell an die Kreativität der Köche: Es ist sehr einfallslos zu einem Hauptgericht, das aus 60% Reis besteht einen Nachtisch zu servieren, der aus 90% Reis besteht.


Fazit: Ein solches Essen grenzt schon hart an der Grenze des guten Geschmacks; gerade im Hinblick auf vegetarisch lebende Studierende, für die es keine Ausweichmöglichkeit gibt. Der Name ist falsch gewählt. Es handelte sich nicht um eine Gemüsepfanne. Ausserdem sollte das Wort "asiatisch" auch aus dem Namen gestrichen werden, den davon war nichts zu schmecken. Die Zutaten waren sehr schlecht gewählt.

Vorschläge: Durch die Verwendung typisch asiatischer Zutaten kann dieses Gericht noch zu etwas werden. Statt grünen Bohnen sollten Mungobohnen, oder Sojasprossen verwendet werden. Sehr oft werden auch Pilze verwendet. Ausserdem gehört zu asiatische Gerichten Sojasoße, Curry und/oder Chili.

Empfehlung: Um diese Gericht sollte eine weiter Bogen gemacht werden, jedenfalls solange, bis sich jemand die Mühe gemacht es neu zu planen.





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