Dienstag, 31. Mai 2011

Die gute alte Wok-Station

Und einmal wieder durfte ich die Früchte der Wok-Station genießen. Wok ist zwar Wok und mir ist bekannt, dass deshalb jedes gewokte Essen in ner Mensa mindestens gleich ist. Doch tataaaaa: die PhilosophenMensa bekommt es mal wieder besser hin. Frische Zutaten, aber andere als bei meinem ersten Besuch. Das Ergebnis blieb aber erhalten: Ein wonniges Gefühl von Satt!
Also ausprobieren und erfreut sein.

Für alle die sich schon fragen, warum in den letzen beiden Wochen auf diesem Blog nicht viel passiert ist, hier die Antwort: Leider ist mein Budget noch nicht so hoch, dass ich mir Mitarbeiter leisten kann, die einspringen, wenn ich mal keine Zeit hab. Also Augen und Ohren offen halten. Nächsten Woche gehts weiter mit der regelmäßigen Berichterstattung. Auch wieder mit Foto.

-HG

Montag, 16. Mai 2011

Kennt ihr den Döner in der Osterstraße?

.... wenn ja, ist euch sicherlich bekannt, dass man den besser meiden sollte, wenn man Lust auf was richtig gutes hat. Dennoch: beim Dönermann darf man sich wenigstens die Soße selbst aussuchen. Sowas geht in der Mensa ja  nicht, wo kämen wa denn da hin? Dann könnte ja jeder gleich machen was er will. Z.b. ne Minzsoße zaubern, die nach Minze schmeckt. Eine die nicht nach Minze schmeckt gabs heute Mittag in der Campus-Mensa - als Befeuchtungsmittel für die staubtrockenen Falafel. Die Beilage bestand aus je einer Portion Krautsalat und Bulgur. Dass der Salat nicht wirklich gelungen war konnte ich noch verkraften. Die trockenen Falafe auch - es gab ja ne Soße. Aber so derbe verkochter Bulgur - mein lieber Herr Gesangsverein, das ging echt in die Hose.
Insgesamt hat das Essen irgendwie nach gar nichts geschmeckt. Es war sogar so langweilig, dass ich mich nicht einmal mehr daran erinnern kann, es gegessen zu haben; nein im Ernst: Ich hab mich hingesessen, den ersten Bissen eingefahren, über etwas nach gedacht und dann war der Teller leer ... es ist nie passiert! Ein Essen so langweilig zu kochen, dass man sich nach dem Verzehr nicht mehr daran erinnert, ist vielleicht was für Leute, die an Bulimie leiden, aber keines Wegs für den gemeinen Vegetarier.

Fazit: Wenn ich Falafel will, geh ich zum Dönermann ... wenn es sein muss auch in die Osterstraße.


Wertung:

Sonntag, 15. Mai 2011

Mensa des Jahres 2011

Seit einigen Jahren ermittelt UNICUM die Mensa des Jahres. Teilnehmen kann jede Hochschulmensa, die sich traut oder von Studierenden angemeldet wird. Ob die Konkurrenz zwischen den Mensen dadurch angekurbelt wird ist zwar fraglich, aber ein Heidenspaß ist die Sache allemal.
Die Charts der letzten 10 Jahre lassen deutlich werden, dass vor allem die Studierenden der nördlichen Gefilde der Republik ihre Mensen mehr als mögen. So belegen seit 2001 die Köche der Uni Bremen und Vechta immer Spitzenplätze. Rostock und Osnabrück waren auch oft vorne dabei. Im Norden scheint es also zu schmecken. Abgestimmt wird übrigens online mit je einer Stimme für Geschmack, Service und Angebot. Da ist es doch schon recht verwunderlich, dass eine kleine Mensa, wie die in Vechta, so viele Stimme mobilisieren kann, dass eine Großstadtmensa nicht mehr mithalten kann. Und das bringt uns gleich zu Thema: Was ist eigentlich mit Hamburg? Nun, in den letzen zehn Jahren konnte keine einzige Mensa der Hansestadt eine Top 10 Platzierung erreichen. Hier besteht also noch Bedarf.
Nichtsdestotrotz habe ich meine Stimme für meine Favoriten schon abgegeben. Und vielleicht können wir diese Jahr Vechta zeigen wo der Hammer hängt.
-HG

Samstag, 14. Mai 2011

Philosophen verstehen was von gutem Essen

Heute hat es mich mal wieder in die Mensa Philosophenturm verschlagen. Eigentlich wollte ich gar nicht so weit laufen. Dass die Alternatve in den beiden anderen Mensen aber jeweils Spargelsalat mir Baguette war, hat mich dann doch zu einem kleinen Fußmarsch veranlasst. Zu meiner Überraschung gab es auch dort nur Spargelsalat mit Baguette. Zwar ist gerade Spargelzeit, dennoch möchte ich nicht täglich davon essen. In bisschen mehr Kreativität in der Planung wäre hier angebracht. Ich bezweifele auch, dass diese Gericht gut ankam. In allen drei Mensen hab ich niemanden(!) mit damit gesehen. Ich hatte aber auch Glück im Unglück. Das tolle an der Philosophenmensa ist, dass es immer Wokgemüse gibt, sowohl in vegetarischer, als auch in nicht-vegetarischer Variante. 
Hier musste ich auch fünf Minuten warten, denn das Essen war noch nicht ganz fertig. Das gab mir allerdings die Gelegenheit, der Köchen (die übrigens Frau Koch hieß!) über die Schulter zu schauen. Und es hat sich geloht. Für die Freundlichkeit und Sorgfalt möchte ich mich an dieser Stelle schonmal bedanken. 
Das Essen selbst war dann echt top! Gebratenes Gemüse mit Reis. Der war fein gekocht, nicht zu weich und nicht zu fest. Das Gemüse bestand aus Frühlingszwiebeln, Champignons, Zucchini, Chinakohl, Paprika(rot und grün), Zwiebeln Bambusstreifen und Tomaten. Dazu konnte man sich das Ganze noch mit Harissa nachwürzen.
Was soll ich sagen.... es war hervorragend!!

Fazit: Frische Zutaten, passende Zutaten und das Alles mit Liebe gekocht. Besser gehts fast nicht. Und für Frau Koch gibt es nen halben Stern extra.

Vorschläge: Auch hier darf ich mich enthalten.

Empfehlung: Unbedingt probieren! 


Wertung:

 

Es geht ja doch

Nach diesem ersten Ärgernis am Vortag, durfte ich nun doch in den Genuss eines leckeren Mittagessens kommen. Ausgesucht habe ich mir diesmal die Campus Mensa. Die Alternative hieß heute Penne mit gebratenem, grünen Spargel und Mascarpone. Ich muss zugeben, dass ich sehr überrascht war. Das Gericht wurde vor meinen Augen portionsweise in einem großen Wok zubereitet. Der Koch gab sich dabei sichtlich Mühe. Auch die kurze Wartezeit war hierbei eher ein gutes Zeichen - so konnte ich sicher sein, dass nicht alles verkocht ist.
Das Ergebnis lies sich schmecken. Die Nudeln waren al dente. Das kommt so selten vor, dass ich dieser Tatsache ruhig einen Satz für sich allein gönnen kann. Der Spargel war in kleine Stücke geschnitten und frisch, kein Dosenspaß. Dazu wurden als kleines Extra noch getrocknete Tomaten verwendet. Das ganze wurde dann in gehackten Zwiebel und Olivenöl gebraten. Zum Schluss kam ein kleiner Klecks Mascarpone obendrauf.

Fazit: Ein gut gekochtes Essen mit frischen Zutaten. Für Mensaverhältnisse sicherlich Oberklasse. Dennoch für eine 5 Punkte-Wertung fehlte noch das gewisse Etwas.

Vorschläge: Dem habe ich nichts hinzuzufügen

Empfehlung: Wer auf Spargel steht sollte hier unbedingt zugreifen. Zu diese Gericht passt übrigens hervorragend eine Aloha ginger-lime.







Wertung:

Asiatische Gemüsepfanne mit Tofu

Da gibt es also zur ersten Kritik auch gleich schlechte Nachrichten. Ich habe es mir eigentlich genau umgekehrt vorgestellt, nämlich: Blog startet -> gutes Essen. Nun greift doch wieder die alte Bauernweisheit: Man kann einfach nicht alles haben.

Gespeist wurde gestern in der Mensa des Studierendenwerks. Zum Mittagstisch habe ich mir die Asiatische Gemüsepfanne mit Tofu ausgesucht. Eigentlich verheisst dieser Name nur Gutes. Wer aber schon des Öfteren vegetarisch gespeist hat, weiss, dass die Auswahl der Titel hart an Etikettenschwindel grenzt.
Das Servierte bestand aus einem Teller je zur Hälfte gefüllt mit Reis und der Nudelpfanne. Das erste was auffiel: Die Zutaten der Gemüsepfanne wurden aus einem Suppentopf geschöpft. Das fand ich sehr merkwürdig, denn wenn ich Gemüsepfanne höre gehe ich davon aus, dass das Gericht gebraten und nicht gekocht ist. Letzteres stellte sich dann aber definitiv als Zubereitungsart heraus. Der Reis an sich war weich, verkocht, ungesalzen und schmeckte nach hochdosiertem Garnichts. Die Zutaten der Gemüsepfanne beliefen sich auf grüne Bohnen ohne Schoten, in Streifen geschnittene Karotten, Zuckerschoten, 2,3 Stückchen - nicht mariniertem - Tofu  und etwas, das ich nicht benennen kann, weil es geschmacklos und sein Aussehen zu nichts gepasst hat was ich kenne. Seltsame Auswahl, das einzige was mich dabei irgendwie an Asia erinnert, sind die Zuckerschoten und der Tofu. Der Rest gehört eindeutig eher in die Ecke von Muttis altbewährtem Queer-durch-den-Garten. Das Ganze wurde so lange in einer Soße gekocht, dass selbst die Karotten ein Konsistenz von in von Schaumgummi hatten. Die Soße versuchte verzweifelt mir den Geschmack des großen China zu vermitteln. Aber leider war das ohne die Verwendung chinesischer/asiatischer Gewürze nicht möglich. Äusserst merkwürdig war auch, dass ich nicht einmal einen Hauch von Sojasoße herausschmecken konnte. Zu allem Überfluss war das Ganze auch mehr als fand.
Sehr merkwürdig fand ich auch noch die Auswahl des Nachtisches. Diesmal  ein sog. Reisnudel - bei uns zu Hause hieß das immer Milchreis. Ein Appell an die Kreativität der Köche: Es ist sehr einfallslos zu einem Hauptgericht, das aus 60% Reis besteht einen Nachtisch zu servieren, der aus 90% Reis besteht.


Fazit: Ein solches Essen grenzt schon hart an der Grenze des guten Geschmacks; gerade im Hinblick auf vegetarisch lebende Studierende, für die es keine Ausweichmöglichkeit gibt. Der Name ist falsch gewählt. Es handelte sich nicht um eine Gemüsepfanne. Ausserdem sollte das Wort "asiatisch" auch aus dem Namen gestrichen werden, den davon war nichts zu schmecken. Die Zutaten waren sehr schlecht gewählt.

Vorschläge: Durch die Verwendung typisch asiatischer Zutaten kann dieses Gericht noch zu etwas werden. Statt grünen Bohnen sollten Mungobohnen, oder Sojasprossen verwendet werden. Sehr oft werden auch Pilze verwendet. Ausserdem gehört zu asiatische Gerichten Sojasoße, Curry und/oder Chili.

Empfehlung: Um diese Gericht sollte eine weiter Bogen gemacht werden, jedenfalls solange, bis sich jemand die Mühe gemacht es neu zu planen.





Wertung:

Mittwoch, 11. Mai 2011

Mensakings !

Wer kennt das nicht: da schlendert man nach einem erfolgreichen Unimorgen mit einem mittelgroßen Loch im Bauch Richtung Mensa um sich per Naturalien für Arbeit des Morgens zu entlohnen und dann das. Ein flaues Gefühl macht sich langsam aber bestimmt in der Magengrube breit. Irgendwo zwischen "Hungerrrrrr!!!" "Vorsicht! Giftig!" lauert es uns auf und wir haben keine Chance zu entkommen. "Was soll das, lieber Bauch?" fragt sich da manch gestresstes Studentenhirn.
Nun, die Antwort ist recht simpel. Bei dieser Kapriole unserer emotionalen Mitte handelt es sich um nicht anderes als eine allgemeine Warnung. Das Bauchgefühl beruft sich dabei auf eine Tatsache, die wir implizit schon längst gelernt habe und dennoch nicht wahrhaben wollen: Mensaessen ist oft schlecht. Dies gilt insbesondere für die vegetarischen Varianten. Da gibt es zur Mittagszeit ein einziges Gericht, von dem man bloß hoffen kann, dass es genießbar ist. Wo Nicht-Vegetarier noch die Chance haben zur Currywurst zu greifen, bleibt uns meist nicht anderes übrig als in den sauren Apfel zu beissen oder eben mit knurrendem Magen zur Vorlesung zurückzuschlendern.
Dieses Blog hat nicht die Macht vegetarische Küche in den Mensen durchzusetzen. Es kann aber durchaus ein Wegweiser sein. Und das soll es auch!
In den nächsten Wochen werdet ihr unter mensakings.blogspot.com regelmäßig Kritiken und Verbesserungsvorschläge rum um vegetarisches Essen in den Mensen am Campus der Universität Hamburg finden. 

Ich freue mich über euere Kommentar, Kritik und Unterstützung.
-HenryGale